Griechenland

 

Rhodos: Ein wunderschöne Insel, um den Sommer zu verlängern!

☮ Motivation

Irgendwie ist der Sommer dieses Jahr abrupt zuende gegangen oder zumindest fühlte es sich für mich so an. 😉 Diesen Sommer habe ich das Meer leider nicht sehen können, sonst fahre ich mindestens noch mal nach Holland ans Meer. Das Bedürfnis nach einer Verlängerung des Sommers stieg somit noch mehr in mir hoch, denn am schönsten ist es für mich am Meer wenn es auch warm ist. Beste Zeit für die Flucht in wärmere, nicht so weit entfernte Länder.

Die nächste Rucksackreise ist zwar schon in Planung, wird aber auch wieder erst im Winter oder Frühjahr durchgeführt.

☮Voraussetzung:

Für mich und meinen Freund war besonders wichtig, dass wir warme Temperaturen, Sonne, Meer und Entspannung in einer Woche bekommen, mit einer Kombination aus Entdeckungstouren, schöner Natur und Kultur. Nur am Strand zu liegen ist nämlich auch bei kleinen Reisen nicht unser Ding. Weitere Kriterien waren ein relativ kleines Budget, ein Ziel in Europa und leider auch ein genau vorgeschriebener Zeitraum in dem wir reisen konnten, entstanden durch zu wenig Urlaubstage und der beschränkten Möglichkeit überhaupt Urlaub nehmen zu können. Diese Vorgaben können einschränkende sein – am besten ist es hier, möglichst flexibel zu sein und somit den Flug und auch die Unterkünfte besser (Verfügung) und günstiger separat buchen zu können. Über skycanner lassen sich die günstigsten Flüge innerhalb Europa gut anzeigen, auch für einen ganzen Monat. Zur Auswahl standen dann schnell Griechenland, Zypern oder die Türkei.

☮Ergebnis:

Wir haben uns letztlich für Griechenland und die Insel Rhodos entschieden, da wir hierfür eine gute Kombination mit unseren Kriterien bekommen haben. Es wurde der Ort Faliraki, dieser liegt rund 18 Kilometer von Rhodos-Stadt entfernt, an der Ostküste der Insel. In der Hauptsaison ist das Städtchen ziemlich überlaufen und ich würde in dieser Zeit nicht hierher reisen, aber Ende September/Oktober ist es dort sehr gemütlich und besonders die Strände und Restaurants nur spärlich besucht.

 ☮ Strände in und um Faliraki

Der Strand in Faliraki ist ca. 4 km lang und in der Nebensaison relativ angenehm. Es gibt ruhigere Ecken, aber auch ein großes Gastronomieangebot und die typischen Schirmchennabschnitte. Es werden hier unzählige Wassersportarten angeboten. Wer mit einem Fallschirm hinter einem Boot hergezogen werden möchte, ist hier richtig. Wenn du einen kurzen Weg zum Strand wünschst, ist es die richtige Wahl hierher zu kommen. Wenn Du jedoch mehr Abgeschiedenheit und Ruhe suchst, solltest Du etwas mit dem Bus fahren und eine Strecke zu fuß in Kauf nehmen. Es lohnt sich aber!

Anmerkung an dieser Stelle: Um auf der Insel viel sehen zu können, empfiehlt es sich ein Auto zu mieten. Diesen Luxus haben wir nicht in Anspruch genommen, da wir unser Budget zu Beginn der Reise bis auf ein Maximum kalkuliert hatten.

thumb_IMG_5856_1024Die Ladiko – Anthony Qinn Bucht befindet sich nur 3km von Faliraki entfernt und ist gut mit dem Bus zu erreichen. Die in Reiseführern so beliebte Bucht hat uns etwas enttäuscht, denn sie ist wirklich sehr klein und komplett mit Schirmchen besiedelt. Ein Glück waren wir in der Nebensaison vor Ort Das Essen dort ist sehr teuer und die Liegen kosten um die 4 € pro Person, ohne ist es sehr schwierig. Schön sind die Felsen und das klare Wasser.

thumb_IMG_5857_1024thumb_IMG_5846_1024thumb_IMG_5853_1024thumb_IMG_5881_1024thumb_IMG_5868_1024Mein absoluter Lieblingsstrand ist aber Archangelos. Von Faliraki fährt stündlich ein Bus (1,90 €/ Person) von ca. 6-22 Uhr. Von der Haltestelle muss du etwas laufen, entweder durch eine Schwimmbadruine über einen Golfplatz oder einer langweiligen Straße entlang, bis du am kühlen Nass angelangst. Die Ruine hat an Streetart leider nicht viel zu bieten, bis auf wenige Tacs und Schmierereien. Dennoch ist die Atmosphäre aufgrund der über die Jahre sprießenden Vegetation innerhalb der Ruine mystisch und nostalgisch. Ein leeres mit Grün bewachsenes olympisches Becken sieht man nicht alle Tage. Der Weg lohnt sich aber allemal, auch wenn es offenbar nicht gestattet ist, diesen Weg zu passieren.

In Archangelos erwartet dich ein super langer und verlassener Strand. Wer hier weißen Sandstrand erwartet, kommt hier nicht auf seinen Kosten, denn der Strand ist sehr grob kieselig. Wenn du relaxen und einfach Deine Ruhe haben möchtest, bist du hier genau richtig. Am Strand entlang findet man einige Einheimische, die mit ihren Autos halten und sich selbst verpflegen. Am Ende des Strandes sieht du wieder die typischen Strandabschnitte mit den Schirmchen und auch größere Hotels. Mein Tipp: Begeb´ dich in den mittleren Teil des Strandes. Hier gibt es auch einen kleinen Abschnitt mit Schrimchen, in dem es sehr ruhig ist (in der Nebensaison) – eine freie Dusche ist auch verfügbar.

An der Straße findest Du ein liebevoll geführtes kleines Imbissstübchen. Dort haben wir die beste Gyros Pita gegessen. Das Wasser in Archangelos ist glasklar. Wenn du gerne Schnorchelst, solltest Du auf jeden Fall Deine Ausrüstung dabei haben, denn unter Wasser hast Du eine tolle Sicht, auch wenn es nicht allzu viel zu sehen gibt, bis auf ein paar Fische. Ich habe sogar die Ruhe gefunden, am Rand des seichten Wassers zu meditieren. Wellen gibt es hier nicht – nur ganz viel Ruhe, Sonne und einen tollen Ausblick.

Anmerkung: Rhodos (zumindest die Orte wo wir waren) hat nicht viel an Streetart zu bieten.

thumb_IMG_5979_1024thumb_IMG_5997_1024☮Ausflüge:

Innerhalb unseres 1-wöchigen Trips, haben wir uns 2 Ausflüge herausgesucht. Was Du dir auf jeden Fall ansehen solltest ist Rhodos Stadt.

Von Faliraki nach Rhodos Stadt aus, fährt der Bus zwischen ca. 6-23 Uhr ein bis zwei mal die Stunde  und kostet 2,40 € pro Fahrt/Person. Tagsüber ist es sehr heiß – abends kann es sehr frisch werden. Es empfiehlt sich also zumindest eine Jacke mitzunehmen, wenn Du eine Frostbeule bist. 😉

Ein Spaziergang durch den Hafen lohnt sich:

thumb_IMG_5895_1024 Die Neustadt ist auch ganz nett, aber hat uns nicht so sehr begeistert. Einen Aufstieg wert, ist auf jeden Fall die Akropolis von Rhodos. Wer Ruinen und eine wunderschöne Aussicht mag ist hier genau richtig. Vom Hafen aus fährt ein Bus zur Tempelanlage. Am Besten erfragst Du die Zielhaltestelle in der Touristeninformation, in der du auch einen gut strukturierten Stadtplan erhälst. Von der Haltestelle aus geht es ein Stück bergauf – während dessen erkennst du bereits die Ruinen. Zuerst gelangst durch ein altes griechisches Stadion, wo einige Ortsansässige ihre Runden gedreht haben. Ganz oben, praktisch am Gipfel der Akropolis, ist der Ausblick unbezahlbar. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir bis auf einige wenige Besucher, diesen Moment allein für uns genießen durften.

thumb_IMG_5916_1024thumb_IMG_5924_1024thumb_IMG_5923_1024Genauso schön ist die Altstadt, wenn man denn den Eingang findet 😉

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An unserem zweiten Ausflug wollten wir ins Inselinnere – hier gibt es zwei beliebte Ziele. Die Seven Springs und das Tal der Schmetterlinge. Zwei Argumente haben gegen das Tal der Schmetterlinge gesprochen. Die Zeit in der die Schmetterlinge dort sind, ist von Ende Juni bis Anfang September, was aber gegen einen Besuch sprach, war die geringfügige Population, welche durch den Tourismus stark zurück gegangen ist. Außerdem sind dort Teiche, Brücken und Gehwege viel von Menschenhand geschaffen, somit haben wir uns für die Seven Springs entschieden.

Der Bus fährt von Falaraki fährt nur einmal am Tag um 10.55 Uhr. Du hast vor Ort ungefähr 3 Stunden Zeit, die aber völlig ausreichen, um Dir alles in Ruhe anaschauen zu können. Zuerst wirkt es sehr ursprünglich und auf der Hälfte der Strecke ist ein nettes Restaurant, wo du in Ruhe in der Natur essen und trinken kannst. Dort laufen Pfaue und Gänse frei herum. Es gibt von dort einen Weg, der etwas holprig ist. Über diesen Weg kommt du zur letzten Quelle. Wenn du Natur und etwas Abenteuer 😛 (wirklich nicht herausfordernd) magst, solltest du den letzten Weg auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Die siebte und letzte Quelle ist sehr klein, aber schön und von Natur geschaffen.

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