Mount Lavinia statt Colombo City

Erste Station unserer 3-wöchigen Rucksackreise druch Sri Lanka: Mount Lavinia ist ein südlicher Vorort der Hauptstadt Colombo und eine gute Alternative für die erste Station nach einem langen Flug. Wir haben uns für diese Stadt entschieden, da sie über einen weitläufigeren Strand verfügt als Colombo und uns von vielen Seiten abgeraten wurde, Colombo direkt zu besuchen.

☮ Anreise und Unterkunft

Geflogen sind wir von Düsseldorf aus. Mit einem 6-stündigen Aufenthalt in Dubai sind wir insgesamt 17 Stunden unterwegs gewesen. Klar war uns, dass die lange Reisezeit schlauchen würde und somit haben wir unsere erste Unterkunft und Transfer vom Flughafen im Vorfeld geregelt.
Von Deutschland aus haben wir uns zunächst für zwei Nächte im Orchidee Apartment (gefunden über booking.com) eingebucht. Der sehr nette Vermieter Namens Upuhl bat uns einen rund-um-Service an. Er plante den Transfer, gab eine kleine Einweisung für die Stadt und stand jederzeit für Fragen zur Verfügung. Die Apartments sind relativ neu, sauber und modern. Für unser Apartment mit zwei Doppelzimmern, einem Bad und einer gut ausgestatteten Küche haben wir ca. 15 € pro Nacht/Person bezahlt. Zu unserer Freude gab es eine große Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung. Von hier hast du einen schönen Blick auf Teile Mount Lavinias und auf das ca. 2 km entferne Meer. Die Dachterrasse hatten wir für uns alleine, obwohl die anderen Apartments auch bewohnt waren, ist uns nie jemand begegnet. Die Terrasse eignete sich super für die morgendliche Yogaeinheit und eine gemeinsame Runde Karten spielen am Abend.

Unterkunft Mount Lavinia_Sri_Lanka Ausblick
Unterkunft Mount Lavinia – Ausblick Dachterasse

Die Umgebung bzw. die Hauptstraße

Wie wir im laufe der Zeit festgestellt haben gab es in jeder Stadt meistens nur eine Hauptstraße mit einigen Abzweigungen auf der sich das Leben abspielt. An den Verkehr mussten wir uns erst einmal gewöhnen, da die Überquerung der Hauptstraße zur Herausforderung wurde, aber hierzu an anderer Stelle mehr (coming soon: Artikel Bad Moments).

Verkehr Mount Lavinia

Mount Lavinia Beach: Armut und Wohlstand

Zu Fuß in ca. 15 Minuten zu erreichen, liegt der Stadtstrand von Mount Lavinia. Wir hatten leider etwas Pech mit dem Wetter, denn es regnete immer wieder und der Himmel war größtenteils grau und bedeckt. Unsere Eindrücke zum Strand fallen auch sehr zwiegespalten aus, denn hier liegen Slums und Luxushotels nah aneinander.

Nach Überquerung der Gleise konnten wir uns schon einen ersten Eindruck von den dort lebenden Menschen in den Welldachhäusern machen. Wir wurden mit unserer weißen Hautfarbe und blonden Haaren besonders beäugt, aber durchweg freundlich angelächelt. Ein Spaziergang am Strand zeigte uns dann die krassen Gegensätze von Hotelstränden, die sauber gepflegt und leer waren, vorbei an den vermüllten Standstücken und Slums. Hier wurden wir auch immer wieder von Einheimischen angesprochen, die interessiert fragten woher wir kämen, aber meistens dann auch immer Geld haben wollten. Für Kinder und Familie wie sie sagten. Ich muss zugeben, dass es mich etwas überfordert hat, denn am liebsten hätte ich jedem etwas gegeben. Ein paar Rupien sind wir hier los geworden. Es war schon ein trauriges Bild, die Strände mit den Abwasserflüssen und dem vielen Plastikmüll zu sehen, welche direkt ins Meer flossen. Dazwischen Kinder und tote Tiere. Es war nicht daran zu denken, sich im Bikini hier hinzulegen. Zudem gehen die Einheimischen hier hauptsächlich mit T-Shirt und Hosen ins Meer. Auf Höhe des Buba Beach Seafood Restaurant war ein sauberer Strand vorzufinden, wo wir uns nieder ließen. Dies war auch der erste Strandabschnitt an dem wir uns vorstellen konnten, mit Bikini ins Meer zu gehen und Sonne zu tanken.

Strand_Mount_Lavinia_Sri_Lanka_2

Buba Beach Seafood Restaurant

☮ Gegensätze auch beim Essen: Vom Lieblingsgemüse bis zum spärlichen Abendmahl

Das Essen – hier hatte ich große Erwartungen, besonders was die Auswahl für Vegetarianer betrifft. Hier wurden wir beim ersten Abendmahl auch direkt zufriedengestellt. Besonders beliebt war bei uns direkt das Gemüse „Kankun“ (singhalesischer Wasserspinat). Dieser ist uns noch öfters auf unserer Reise begegnet. Im Vergleich zur Stadt war es am Strand deutlich teurer, aber das Essen auch hochwertiger und schmackhafter. Wobei das Essen insgesamt im Vergleich zu Deutschland sehr günstig ist. Der Sonnenuntergang und der Blick aufs Meer waren sowieso unbezahlbar.

Auf der Hauptstraße sah es anders aus. Hier gab es einige kleine Straßenrestaurants, in denen sich der Bestellvorgang nicht ganz einfach gestaltete oder wir hatten es einfach noch nicht drauf. Nach einigen Versuchen sind wir schließlich ein Zweites mal in einen Laden, der uns Reis mit etwas Frühlingszwiebeln und geriebenen Karotten als „Rice with Vegetable“ verkauft hat. Das Fleisch war nach Aussage der Männer auch nicht das Wahre und sehr trocken sowie mager. Auch das Lemon Getränk, welches ich mit gleichem Namen an anderen Orten zu späteren Zeitpunkten getrunken hatte, war nicht so das Beste.. Einfach zu Süß.

Wir wissen bis heute nicht, ob wir noch nicht das richtige Auge für gute Restaurants hatten oder es einfach an den Gegebenheiten lag. Anzumerken ist, dass es wohl noch einige größere Läden/Restaurants gab, die um diese Uhrzeit noch nicht geöffnet hatten. Also mein Tipp, informiere dich gut, wo es leckeres Essen gibt.

Fazit: Mount Lavinia ist eine gute Alternative zur Stadt Colombo, aber du solltest nicht zu hohe Erwartungen haben und dich darauf einstellen, dass du direkt mit Armut konfrontiert wirst – ist ja nicht jedermanns Sache.

☮ Die Weiterreise

Als nächstes stand die Reise ins Hochland an – mein Favorit unter den Stationen. Ich konnte es kaum erwarten in den Zug zu steigen und die Landschaft auf mich wirken zu lassen. Wie es weiter ging kannst du hier lesen. (coming soon)

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